Ein Mehrgenerationenhaus für Garrel – CDU beantragt Architektenwettbewerb

25. Oktober 2020

Ein Mehrgenerationenhaus für Garrel – CDU beantragt Architektenwettbewerb

Die Gemeinde Garrel wächst in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stark, die Angebote des sozialen und kulturellen Lebens wachsen. Für diese Entwicklung deutet sich kein Ende an, im Gegenteil. Die Menschen möchten sich ausleben und aus einem möglichst großen Pool von Angeboten wählen können.

Für eine große und selbstbewusste Gemeinde wie Garrel sollte es Anspruch und Aufgabe zugleich sein, das soziale, kulturelle und gemeinnützige Miteinander zu fördern. Ohne das Ehrenamt und die vielen guten Angebote wäre Garrel für die CDU nicht denkbar.

CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Meyer erklärt: „Dafür ist die CDU-Fraktion allen Garreler Engagierten dankbar, besonders auch in Zeiten der Corona-Pandemie, die gezeigt hat, dass unsere Bürgerinnen und Bürger, dass unsere Institutionen zusammenhalten“.

Vor wenigen Wochen hat sich die CDU-Fraktion im Gemeinderat Garrel für eine Vertagung der Entscheidung über den Abriss des ehemaligen Jugendtreffs / der ehemaligen Lehrerwohnung an der St.-Johannes-Straße stark gemacht.

CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Christoph Penning erklärt: „Abzureißen, ohne Ideen für eine Nachnutzung zu haben, kommt für die CDU nicht infrage. Wir wollen auch langfristig einen lebenswerten Ort schaffen. Deshalb haben wir intensiv beraten, viele Ideen – auch aus der Bevölkerung – eingebracht, diskutiert und können heute einen Zukunftsplan für Gebäude und Gelände vorlegen“

Die CDU-Fraktion beantragt die Ausschreibung eines Architektenwettbewerbes mit drei Teilnehmern mit folgender Aufgabenstellung:

Die Architekten sollen in jeweils zwei Versionen eine grobe Vorplanung eines Mehrgenerationenhauses/Kulturhauses am Standort des ehemaligen Jugendtreffs erstellen. Dabei sollen zwei Versionen berücksichtigt werden: In „Version 1“ sollen die Entwürfe einen funktionellen Anbau unter Einbindung des renovierten Altgebäudes (evtl. nur Erhaltung der Gebäudehülle) beinhalten. Für die „Version 2“ hat der Architekt für die Planungen freie Hand für einen Neubau (gerne mit historischem Bezug) an gleicher Stelle.

CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Meyer weiter: „Ob das Gebäude also erhalten wird, kommt auf die eingesandten Entwürfe an, die uns die Architekten anbieten. So könnte sich die Sanierung des Gebäudes, wenn es ein solcher Entwurf wird, funktional begründen lassen. Die Entwürfe werden dann dem Rat präsentiert, der darüber in den politischen Gremien berät und zu einer Entscheidung kommt, die dann auch die Frage umfasst, ob das Gebäude erhalten werden soll“.

Konkret schlägt die CDU als Basis für den Architektenwettbewerb vor:

  • 3 Büros / Beratungsräume
  • 3 kleine Gruppenräume für 10-15 Personen, nutzbar von u. a.: VHS / Erwachsenenbildung, Sprachkurse, Seniorenarbeit / Treffen, Behindertenverein, Selbsthilfegruppen, Chöre, Volkstanzgruppe, Kunst- und Kulturkreis, Besprechungen Jugendpflege / Streetworker, Tagungen und kleinere Veranstaltungen Vereine
  • 1 großer Mehrzweckraum für ca. 40-50 Personen mit kleiner Bühne, daran anschließend ein größerer Gruppenraum mit Schiebetür, nutzbar von/für: Theatergruppen, Kunst- und Kulturkreis, Lesungen/Vorträge, Kleinkunst: Kabarett, Comedy, etc., Kleine Aufführungen (Chöre, Volkstanzgruppe), Kleine Konzerte, Proben, Ausstellungen / kleine Messen
  • Spielzimmer für Mutter (Eltern-)-Kind-Gruppen, Kinder- und Jugendarbeit
  • Kaminzimmer/Kleingruppenraum mit Flair (Selbsthilfegruppen)
  • WC, nach Möglichkeit auch von außen begehbar, damit sie nutzbar auch für Veranstaltungen unter freiem Himmel sind, Weihnachtsmarkt, Freimarkt, Kirmes, o. Ä.
  • Teeküche/n
  • Freiluftbereich / Außenterrasse (im Optimalfall unter Bewahrung der jetzt bereits vorhandenen Bäume usw.)
  • Ggf. Nutzung der alten Turnhalle für Veranstaltungen oder Aufführungen mit dem neuen Hallenschutzboden (bis in Zukunft eine Entscheidung über eine weitere Halle in Garrel / Ausweichflächen getroffen und über die Zukunft des Gebäudes der alten Turnhalle langfristig entschieden wird).

Die Nutzung ist so ausgelegt, dass das breite Kultur- und soziale Leben Garrels möglichst gut berücksichtigt wird und gleichzeitig öffentliche Förderungen eingeholt werden können und müssen (u. a. Städtebauförderung).

CDU-Vorsitzender Penning ergänzt: „Das geplante neue Gebäude soll gemeinnütziger Treffpunkt und Bürgerhaus zugleich sein. Es soll junge und alte Menschen, Engagierte und Interessierte, Gehandicapte und Helfer zusammenbringen, die sich hier bei uns engagieren – ein Mehrgenerationenhaus unter dem möglichen Namen „Haiken Hus“. Haiken bezeichnet einen Schäfermantel, wie er im Garreler Wappen vorkommt – Synonym für „alle unter einem Dach/unter einer schützenden Decke“. Diese Bezeichnung würde auch unser plattdeutsches Spracherbe berücksichtigen, das unsere Schulen und Vereine im Ort immer wieder stärker fördern, damit es nicht verloren geht. Der Name soll aber noch nicht endgültig festgelegt werden. Denkbar wäre auch, die Bürger über den Namen abstimmen zu lassen.

„Mit der Schaffung eines solchen Mehrgenerationenhauses/Bürgerhauses, eines Treffpunkts für Jung und Alt, mitten im Garreler Zentrum, neben den Schulen und den Sporteinrichtungen, neben vielen Parkplätzen, die auch künftig vorhanden sein werden, für gemeinnützige, soziale und kulturelle Zwecke, für unsere Vereine und Verbände und ihre Engagierten im Ort, gehen wir mit unserer gar nicht mehr so kleinen Gemeinde den richtigen Schritt zur richtigen Zeit in Richtung Zukunft“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ansgar Behrens, „denn das Gelände und ggf. das alte Gebäude (bzw. die Gebäudehülle, je nach Entscheidung über die Entwürfe) werden so optimal genutzt und stehen möglichst vielen engagierten Garrelern offen.“

Andere Kommunen, auch im näheren Umfeld (Mehrgenerationenhaus Goldenstedt, Bürgerhaus Lastrup, Haus Bildung und Familie Visbek, Emsteks „Alte EVG“, uvm.), zeigen, dass ein solches Konzept tragfähig und attraktiv für eine aufstrebende Gemeinde ist.

Garrel hat Bedarf für Kultur und kulturelle Angebote – die Ansprüche werden vielfältiger. Diese Anforderung wird mit dem Wachsen des Ortes noch steigen.

Dabei wäre es aus Sicht der CDU auch denkbar, dass die Trägerschaft des Mehrgenerationenhauses durch einen externen Träger übernommen wird (bspw. Caritas, Diakonie, „Leinerstift“ o. Ä.).

Das neue Gebäude wird dabei keine Konkurrenz zur heimischen Gastwirtschaft und keine Alternative zu einer großen Mehrzweckhalle sein. Diese Themen sind getrennt voneinander zu betrachten.

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